Die Zeit der Frameworks

Frameworks, Rahmen die das Leben erleichtern und die Arbeit vereinfachen. Ich arbeite Tag täglich mit ihnen und erkenne immer mehr parallelen zwischen jenen die aus Bits und Bytes bestehen und realen Strukturen die wir in anderen Bereichen bilden.

Als Programmierer ist der Begriff “Framework” alltäglich. Ob als Datenbankabstraktion (Doctrine,…), Entwicklungstool (Grails,…), Zwischenebene um Browserschächen in JavaScript (jQuery,..) und CSS (960gs,…) auszumerzen oder einfach das Entwickeln leichter zu machen und nicht jedes Mal das Rad erneut zu erfinden (alle zuvor genannten und unzählige mehr). Es ist eine vielfältige Welt in der man entwickelt und um nicht auf alle Feinheiten selber eingehen zu müssen, legen sich die Frameworks wie ein plüschig weicher Schwamm dazwischen und sorgen dafür dass man die Unebenheiten nicht spürt.

Über das Appstore Konzept, welches ja durchaus vergleichbar ist, hab ich ja bereits geschrieben. Doch Framework-Strukturen scheinen sich auch in anderen Lebensbereichen ab zu bilden. Klassisches Beispiel die Medien. War man vor den neuen Medien noch den Kanten einiger weniger, starker Zeitungen, Fernseh- und Radiosender ausgesetzt, hat man mit dem Internet die Möglichkeit einen viel ambivalenteren Blick auf die Dinge zu bekommen. Mit Twitter und Facebook bekommt man direkten Einblick auf das Geschehen geliefert, ungefiltert, authentisch und aus den unterschiedlichsten Betrachtungsweisen.

“Networken”, einer der hässlichsten Begriffe mit dem geistigen Ziehvater der “Freunderl Wirtschaft”, hat sich etabliert, ist Salon fähig geworden und ein wichtiges Tool für jeden der auf Aufträge, Jobs, Ressourcen oder Projekte angewiesen ist.

Herkömmliche, stark gerichtete, engstirnige Konzepte wie traditionelle Medien, Staat und Religion können mit diesen neuen Strukturen nicht mehr mithalten und sind nicht nur deshalb in einer starken Sinnkrise.

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